Augenblicke

Augenblicke Nr. 10


Das Unbeschreibliche

Diop: Sie sprechen öfter über eine Wirklichkeit, die verstandesmäßig betrachtet, nur einen winzigen Ausschnitt unseres Lebens darstellt.

WW: Ja, es ist nur eine Momentaufnahme unseres Lebens. Im Grunde hat jede Epoche eine anderes Bild von Wirklichkeit und ein anderes Bild vom Menschen, der sich darin befindet. Wirklichkeit ist wie eine Kugel, die immer wieder von einer anderen Seite betrachtet wird. Aber wir sehen nie alle Seiten gleichzeitig. In unserer technisierten Zeit sehen wir die Kugel von einer ganz bestimmten Seite, wir sehen jedoch nie gleichzeitig auch die andere Seite.

Diop: Das bedeutet, dass andere möglicherweise etwas sehen, was ich nicht sehe?

WW: Ja. Es ist unser Verstand, der diese Begrenzungen schafft. Aber vielleicht gibt es ja die Kugel überhaupt nicht.

Diop: Sie meinen, es gibt Wirklichkeit nicht?

WW: In den Upanishaden steht geschrieben: „Der Fluss verliert seinen Namen, wenn er ins Meer fließt.“ Schauen Sie, von Beginn unseres Lebens an ist es doch so, dass dieses Leben in die Verschiedenheit auseinanderspringt. Jeder Mensch entwickelt sich ganz individuell und ist, so könnte man sagen, ein Moment in diesem großen Prozess. Das ist für uns Menschen schwer zu akzeptieren, weil wir uns ja oft so wahnsinnig wichtig nehmen.

Diop: Aber welchen Sinn hat dann das Leben?

WW: Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist immer eine Frage, die aus dem Blickwinkel der Zeit heraus gestellt wird. Aber der Sinn unseres Lebens lässt sich nicht aus dieser einseitig zeitlichen Dimension heraus beantworten, sondern nur aus dem Augenblick heraus, in dem wir jetzt hier sind. Daher spielt auf allen Wegen nach Innen das Hier und Jetzt eine so große Rolle. Im Grunde entspringt die Frage nach dem Sinn der Angst, in ein Nichts zurückzufallen.

Diop: Aber ist nicht auch für Sie das Nichts eine erschreckende Vorstellung?

WW: Nein. Die ganze Welt bis hin zum kleinsten Baustein besteht aus diesem Nichts. Wer sich einmal mit Quantenphysik beschäftigt hat, wird sehr schnell feststellen, dass das, was wir als Welt bezeichnen, aus diesem Nichts besteht. Das ganze Potential unseres Lebens steckt in diesem Nichts, alle Möglichkeiten, alle Kreativität, alle Ideen und auch alle Formen. Es ist ein ungeheueres Kraftfeld, von dem wir umgeben sind und das wir letztendlich selbst sind. Das große Problem, das wir haben, ist, dass wir glauben, etwas hinüberretten zu müssen.

Diop: Klingt das nicht ein wenig überheblich?

WW: Nein. Die ganze Welt bis hin zum kleinsten Baustein besteht aus diesem Nichts. Wer sich einmal mit Quantenphysik beschäftigt hat, wird sehr schnell feststellen, dass das, was wir als Welt bezeichnen, aus diesem Nichts besteht. Das ganze Potential unseres Lebens steckt in diesem Nichts, alle Möglichkeiten, alle Kreativität, alle Ideen und auch alle Formen. Es ist ein ungeheueres Kraftfeld, von dem wir umgeben sind und das wir letztendlich selbst sind. Das große Problem, das wir haben, ist, dass wir glauben, etwas hinüberretten zu müssen.

Diop: Das klingt in meinen Ohren ziemlich pessimistisch.

WW: Aber das ist es überhaupt nicht. Ich meine, wir haben doch alles, wir haben sogar viel zu viel. Wir sind uns dessen nur nicht bewusst. Deshalb benehmen wir uns oft wie die Kühe auf der Weide. Obwohl wir auf einer saftigen Wiese stehen, haben wir immer dieses Zaun-Syndrom und recken unseren Hals auf die Nachbarwiese. Und je weiter wir unseren Kopf strecken, desto mehr schmerzt dieser Zaun.

Diop: Sie meinen, wir haben alles, da, wo wir uns befinden?

WW: Ja. Aller Reichtum steckt in uns. Die Leere ist unser Potential, ist unsere Fülle.

Diop: Aber was sagen Sie Menschen, die unheilbar an Krebs erkrankt sind?

WW: Wir können nicht tiefer fallen, als in das, was wir letztendlich sind. All das, was heute entsteht und morgen vergeht, sind wir nicht wesenhaft. Wir sind viel mehr. Wir machen nur immer wieder den Fehler, dass wir von einem Anfang und einem Ende ausgehen. So versucht die Wissenschaft herauszufinden, was vor dem Big Bang war, dem Urknall. Doch der Big Bang ist nichts weiteres als ein Tag ohne Gestern, ein Erleben der Unendlichkeit. Jeder von uns hat die Möglichkeit, diesen Big Bang, diesen Augenblick in seiner vollen Schönheit zu erleben. Atomphysiker sagen uns, wenn Materie und Antimaterie zusammenkommen, entsteht viel Energie, aber es ist nichts drin. Ich glaube, wir alle befinden uns in einer riesigen Energiesuppe, die wir selbst sind und es geht letztendlich nur darum, sich dessen bewusst zu werden.

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